Ein klares "JA" zur            Entlastungsstrasse Nord

Als pulsierende Lebensader ist die Ortsdurchfahrt
das Herzstück unserer Gemeinde.
Durch die Nebenstrassen wird der Druck auf diese
zusätzlich erhöht und das Herz kommt zeitweilig zum Erliegen.
Die Entlastungsstrasse ist wie ein Bypass am Herzen, sie fördert

die Entlastung und reguliert die Lebensader.
Niemand würde einen Bypass machen wollen,
wenn dieser nicht dringend notwendig wäre.

Hunzigenstrasse

Dieses Bild zeigt eine mögliche Variante wie die neue Hunzigenstrasse aussehen könnte.

Rossboden

Dieses Bild zeigt eine mögliche Variante wie der Rossboden aussehen könnte.


Entlastungsstrasse Nord

  

Münsingen hat sich in den letzten Jahren zu einem nicht zu
unterschätzenden Wirtschaftsstandort gemausert, worauf man
stolz sein kann. Mit seiner vorteilhaften Lage im Aaretal und die
guten Anbindungen an den ÖV sowie an die Autobahn, hat die
Attraktivität zugenommen, was sich in einer stetig steigenden
Bevölkerungszahl widerspiegelt. Viele neue Firmen haben sich für
den Standort Münsingen entschieden, weil es offensichtlich ein absolut
idealer Standort ist. Die neuen und die bereits über Generationen
geführten
Betriebe generieren sehr viele Arbeits- und Ausbildungs-
plätze und sind massgeblich an der Entwicklung von Münsingen beteiligt,
was einen enormen Mehrwert darstellt.

Diese Attraktivität bringt ebenfalls Verantwortung und
Verpflichtungen mit sich.

 

Somit steht auch die Gemeinde in der Verpflichtung, die Entflechtung der
Zonen und die
gleichwertige Behandlung von allen Verkehrsteilnehmern
zu fördern.

 

Es ist sinnbildlich, dass wenn das Thema Strasse bzw. Verkehr thematisiert
wird, sich energischer Widerstand bildet. Für Velofahrer und Fussgänger
wird alles Erdenkliche gemacht, denn es gehört zum guten Ton.
Der motorisierte Verkehr spielt eindeutig fehlgeleitet eine
untergeordnete Rolle.

 

 Wenn man sieht, was in der nächsten Zeit in Münsingen alles gebaut
werden soll und wie viel Durchgangsverkehr tagtäglich durch die
Ortsdurchfahrt rollt, ist eine Entlastungsstrasse sicher kein Luxus.

 

Wie bereits mit den Verkehrsmessungen und Hochrechnungen in
Münsingen festgestellt wurde, wird der Druck auf das bestehende
Strassennetz nicht kleiner, im Gegenteil.

 

Als Argument der Gegner wird stets die Postkartenidylle sowie der
Ortsbild- und Landschaftsschutz im Zusammenhang mit dem Rossboden
vorgebracht.
Wo waren dieselben, als der Giessenpark, Sandacker,
Lorymatte usw. thematisiert wurde?

 

Ist es im Sinne einiger, die eigenen Interessen höher zu werten als die
im Unterdorf lebenden Bürgerinnen und Bürger? Ist nicht auch die
Lebensqualität der „Unterdörfler“ von zentraler Bedeutung?
Ist es nicht auch an der Zeit für diese etwas zu tun? Denn es sind die
vorgenannten Bürger, welche sich tagtäglich ins Unterdorf kämpfen müssen
und nicht dieselben, die aus Eigeninteresse eine Entlastungsstrasse
verhindern möchten.

 

Der Begriff „Entlastungsstrasse“ ist selbsterklärend; die Entlastung der
Hauptachse. Bestrebungen eine Beschränkung dieser zu erwirken, sodass
diese nur von max. 3,5T LKW’s oder nur einspurig befahrbar sei, wären
meines Erachtens mehr als fragwürdig.
Ein Beispiel: Man stelle sich vor, die Lieferanten der CTA müssten trotz Entlastungsstrasse durch den Hauptknotenpunkt, in die Neue
Bahnhofstrasse und durch die Unterführung am Schulhaus vorbeifahren,
bis diese am Ziel sind. Ist das die diffuse Auffassung von «Ökologisch» und «Umweltschonend» der vorgenannten Gegner?

 

Es ist unbestritten, dass der Schutz des Kulturlands gewährleistet werden
muss, jedoch braucht es auch pragmatische, notwendige Kompromisse.
Die allfällige Umnutzung von Kulturland ist bedauerlich, aber vorliegend
für eine realisier- und finanzierbare Lösung unabdingbar.
Wichtig erscheint mir, dass die gesamte Länge der Bahntrasse und
Entlastungsstrasse (beidseitig) reichlich bepflanz wird. So würde in jeder
Hinsicht eine optische, wie auch eine ökologische Lösung, gewährleistet.
Meines Erachtens könnte entlang der Hunzigenstrasse, zugunsten des Kulturlandschutzes, auf die Baumreihe verzichtet werden.

 

Ein «Ja» zur Entlastungsstrasse heisst klar Zusammenstehen und
Verantwortung übernehmen.
Mit der Entlastungsstrasse wird die Zielsetzung erreicht,
die „Lebensader“ zu entlasten.
Sie ist ein Generationenprojekt.
Was heute als Luxus (überdimensioniert) erscheinen mag, wird in
30 – 40 Jahren ausgelastet sein.
Dieselben Gegenargumente wurden bereits beim Bau der Autobahn
Bern – Thun vor 50 Jahren in die Waagschale geworfen.
Man stelle sich vor, man hätte damals nur eine einspurige
Autostrasse gebaut, heute undenkbar.

 
Nehmen wir uns ein Beispiel an unseren Vorfahren, sie haben in
weiser Voraussicht geplant und gehandelt.
  

Eure  Susanne Bähler